NEWS

Lassen Sie uns gemeinsam die Zukunft gestalten. Das tun wir auf Basis dieser Werte.

Grundsteuerreform

Das Bundesverfassungsgericht forderte eine Grundsteuerreform, da der bislang von den Finanzämtern berechnete Wert der Grundstücke und Gebäude auf veralteten Zahlen beruhte. Mit dem Ende 2019 verkündeten Gesetz zur Reform des Grundsteuer- und Bewertungsrechts wurde eine bundesweit geltende Regelung zur Ermittlung der für die Bemessung der Grundsteuer maßgeblichen Grundsteuerwerte geschaffen. Danach ist vorgesehen, die im Inland gelegenen Grundstücke in einer ersten Hauptfeststellung auf den 1.1.2022 neu nach dem Ertragswert- bzw. Sachwertverfahren zu bewerten. Auf Basis dieser Werte erfolgt ab dem 1.1.2025 die Festsetzung der zu zahlenden Grund-steuer.

Den Bundesländern wurde die Möglichkeit eingeräumt, eigene, also von der grds. bundeseinheitlichen Regelung abweichende Bewertungen vorzusehen. Nicht dem Bundesmodell folgen insbesondere Baden-Württemberg, Bayern, Hamburg, Hessen, Niedersachsen, Saarland und Sachsen. Nordrhein-Westfalen wird künftig das Bundesmodell anwenden.

Jeder Eigentümer eines privat genutzten, betrieblichen, landwirtschaftlichen oder forstwirtschaftlichen Grundstückes ist unmittelbar betroffen und gesetzlich verpflichtet, am Neubewertungsverfahren teilzunehmen. Hierzu ist einiges an Vorbereitungen zu treffen. Leider fehlt noch ein angekündigtes Schreiben des Bundesfinanzministeriums in dieser Angelegenheit, so dass noch nicht alle Einzelheiten geklärt sind. Voraussichtlich im Laufe des Januars, sobald insbesondere feststeht, welche Daten der Finanzverwaltung übermittelt werden müssen, werden wir noch eine gesonderte Information an Sie versenden, in denen wir Ihnen aufzeigen, wie wir Sie bei der Erklärungspflicht unterstützen können und welche Unterstützung – insbesondere in Form von Informationsbeistellung (bspw. Einheits-wertbescheide, Grundbuchauszüge, Grundstückskaufverträge oder Mietverträge) - wir von Ihnen für die Abgabe der Erklärung noch benötigen.

Die Erklärung zur Feststellung des Grundsteuerwerts muss elektronisch per ELSTER eingereicht werden. Letzter Termin für die Abgabe der Erklärung ist der 31.10.2022. Die Aufforderung zur Abgabe der Erklärung erfolgt in der Regel per öffentlicher Bekanntmachung. Dementsprechend erhalten Sie kein gesondertes Schreiben vom Finanzamt per Post.

Nachrichten Steuern & Recht